Von der Vision zur Realität
Plusenergie Burgholz zielt darauf ab, den CO₂-Ausstoss zu senken, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und Energiekosten für das Industriegebiet zu reduzieren. Am Ende soll das Areal mehr Energie produzieren, als es verbraucht – daher Plusenergie.
“Die Umstellung auf ein Plusenergieareal ist keine Vision mehr, sondern eine realistische Perspektive – vorausgesetzt, dass Unternehmen, Gebäudeeigner, Gemeinde und regionale Organisationen gemeinsam handeln“, Gemeinderatspräsident Marcel Klossner.
Der Weg zur Plusenergie
Es stehen drei zentrale Massnahmen im Vordergrund.
Zubau von erneuerbaren Energien
Photovoltaik-Anlagen auf Dächern und geeigneten Freiflächen, Batteriespeicher und Holzenergie bilden das Rückgrat der künftigen Energieversorgung. Der Ausbau erneuerbarer Kapazitäten sorgt für eine verlässliche Energieproduktion vor Ort.
Nutzen lokaler Ressourcen
Das Burgholz verfügt über vielfältige Potenziale – von Holz aus der regionalen Forstwirtschaft über Abwärme aus industriellen Prozessen bis hin zu grossen Flächen für Solarstrom. Diese sollen künftig gezielt eingesetzt werden, um Wertschöpfung und Versorgung in der Region zu sichern.
Intelligente Dezentralisierung und lokale Vernetzung
Ein zentrales Element ist die Kooperation zwischen Unternehmen, Gemeinde und Energiepartnern. Über intelligente Netzwerke und Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV/VZEV/LEG) entsteht ein flexibles, resilientes und wirtschaftlich tragfähiges Energiesystem.
Mehrwert für Region,
Wirtschaft und Umwelt
Das Projekt unterstützt lokale Akteure bei der Entwicklung und Umsetzung von Massnahmen und schafft so ökologische, soziale und wirtschaftliche Vorteile für Bevölkerung, Unternehmen und Gemeinde. Es ist ein Leuchtturmprojekt, das als Modell für andere Industriegebiete dienen kann. „Plusenergie Burgholz“ zeigt, wie regionale Wirtschaft und nachhaltige Energieversorgung Hand in Hand gehen können. Aus einem traditionellen Industrieareal wird ein Leuchtturmprojekt, das weit über die Region hinausstrahlt – ein Beispiel dafür, wie die Energiezukunft der Schweiz konkret Gestalt annimmt.
Sinkende Energiekosten
Sinkende Energiekosten für Unternehmen durch planbare Preise und erhöhte Wettbewerbsfähigkeit
Reduzierte CO₂-Emissionen
Reduzierte CO₂-Emissionen dank dem Ausbau erneuerbarer Energien
Mehr Energieunabhängigkeit
Mehr Energieunabhängigkeit durch lokale Produktion
Gesündere Umwelt
Attraktivität für Investoren und gestärkte Standortqualität
Höhere Standortattraktivität
Gesündere Umwelt durch die Schonung natürlicher Ressourcen
Projektherkunft
Die Idee zur Umsetzung der Energiewende in Burgholz geht auf den Bericht „Energie Vision Diemtigtal" zurück, der von geo7 AG erstellt und 2012 veröffentlicht wurde. Ziel des Berichts war es, das technische Entwicklungspotenzial im Bereich der Energieeffizienz und der Nutzung einheimischer erneuerbarer Energien möglichst umfassend aufzuzeigen. Besonders hervorgehoben wurde dabei das Potenzial zur Nutzung von Umwelt- und Abwärme im Industriegebiet Burgholz.
Daraufhin führte die GUNEP GmbH eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Wärmenetzes im Gebiet Burgholz durch. Diese Studie legte den Grundstein für die Gründung des Fernwärmezentrums Energie Burgholz AG, das seit 2018 in Betrieb ist.
Im Jahr 2024 erhielt Green Energy Venture das Mandat, das Projekt weiterzuführen. Im Fokus steht zunächst die Untersuchung des lokalen Potenzials an erneuerbaren Energien, mit dem Ziel, eine sowohl technisch als auch wirtschaftlich tragfähige und umsetzbare Energievision für das Gebiet zu entwickeln. Dabei sollen sowohl einzelne Projekte, die von lokalen Akteuren umgesetzt werden, als auch das Projekt gemeinsam vorangetrieben und Burgholz langfristig zu einer Plusenergie-zone zu machen – allen voran Gebiet, das mehr erneuerbare Energie erzeugt, als es verbraucht.
Projektaufbau
Es werden zwei Arten von Massnahmen verfolgt
„Plusenergie Burgholz“ soll aufzeigen, wie regionale Wirtschaft und nachhaltige Energieversorgung Hand in Hand gehen können. Aus einem traditionellen Industrieareal soll ein Leuchtturmprojekt werden, das weit über die Region hinausstrahlt – und ein Beispiel dafür sein, wie die Energiezukunft der Schweiz konkret Gestalt annimmt.
Projektpartner
Green Energy Venture AG übernimmt die Projektleitung und technische Beratung für dieses Vorhaben und bietet fachkundige Unterstützung sowie innovative Lösungen in jeder Phase. Mehr über dieses Projekt und ähnliche Initiativen erfahren Sie bei Green Energy Venture.
Die Gemeinde Diemtigen fördert die Industriezone Burgholz und unterstützt deren Erweiterung. Als Projektpartner sieht sie in Plusenergie Burgholz eine Chance für innovatives Gewerbe. Sie trägt zur Standortattraktivität bei, senkt Energiekosten für Unternehmen und reduziert CO₂-Emissionen, wodurch die Gemeinde nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und Umweltziele zugleich fördert.
Der Naturpark Diemtigtal schützt Natur und kulturelles Erbe. Er bringt regionale Werte, traditionelle Alpwirtschaft und Baukultur in den Projektkontext ein. Durch seine Infrastruktur für Freizeit, Naturerlebnisse und Bildung unterstützt er Plusenergie Burgholz, indem er Standortattraktivität, Lebensqualität und Bewusstsein für nachhaltige Nutzung von Natur- und Kulturräumen fördert.
Das Amt für Umwelt und Energie begleitet Plusenergie Burgholz fachlich und strategisch. Es sorgt dafür, dass kantonale Energie-, Klima- und Umweltziele umgesetzt werden. Mit Fokus auf CO₂-Reduktion, Versorgungssicherheit und langfristige Energiekostensenkung vernetzt es Unternehmen, Eigentümer und Gemeinde und macht das Projekt zu einem Leuchtturm für nachhaltige Arealentwicklung.
Green Energy Venture AG ist Entwickler und Betreiber erneuerbarer Energieprojekte. Im Plusenergie Burgholz-Projekt übernimmt GEV die technische und operative Umsetzung. Durch intelligente Sektorkopplung von Strom, Wärme, Mobilität und Industrie liefert das Unternehmen integrale Lösungen für nachhaltige Energieversorgung.
Projektzeitplan
Unabhängig davon, ob es sich um einzelne Projekte oder systemweite Initiativen handelt, ist die Einbindung der Stakeholder von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund wurde der Projektzeitplan mit einem klaren Fokus auf Stakeholder-Engagement gestaltet. Eine Informationsveranstaltung fand am 29. Oktober 2025 statt. Das Projektteam bietet lokalen Stakeholdern subventionierte Energieberatungsleistungen an, um deren Bedürfnisse zu verstehen, massgeschneiderte Massnahmen vorzuschlagen und deren Umsetzung zu unterstützen. Dieser Ansatz bildet die Grundlage für die Umsetzung individueller Massnahmen durch die Stakeholder und dient zugleich als Basis für das Gesamtsystem, das auf Zusammenarbeit angewiesen ist.